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17 December 2024

Dein Standardlebenslauf - Absagegrund Nr. 1!

Lebenslauf, Werdegang, Absage, Dismatching

Der Standard-Lebenslauf - Erfolgshindernis & Absagegrund Nummer 1!

Ausgefüllte, vorgefertigte, oft 1-seitige Lebenslauf-Layouts mit Formular-Charakter führen mittlerweile dazu, dass die überwiegende Mehrheit der Bewerbungen durch Bewerbermanagementsysteme aussortiert werden.

Bei einem reinen Zahlen, Daten, Fakten (ZDF)-Lebenslauf wartet man also im Prinzip darauf, dass er mehr oder weniger per Zufall irgendwo "hängenbleibt". Besser: Aktives Matchmaking durch individuelle Ausarbeitung und relevante Keywords.

Woran viele scheitern:

Problem Nr. 1: Selbstsicht bzw. Eigeninterpretationen von „Eignung“

Bewerber haben Gedanken wie: "Könnte ich mir vorstellen", "einen Versuch ist es wert", "finde ich interessant", "da arbeite ich mich bestimmt schnell ein" oder man will mit seiner Bewerbung einfach mal seinen Marktwert testen. Mit Standardlebensläufen sind Absagen aufgrund der Nicht-Parallele von arbeitgeberseitigen Anforderungen und Bewerberqualifikation meist vorprogrammiert, da man ja nicht den jeweils perfekt zur Stelle passenden Lebenslauf haben kann.


Problem Nr. 2: Der Bewerber bewirbt sich mit einem Lebenslauf, den er nicht mal selbst ansprechend findet.

Gründe hierfür können u.a. sein: Häufigere Stellenwechsel und/oder kürzere Beschäftigungszeiten, wechselnde Aufgaben/Branchen und Lücken aus unterschiedlichen Gründen (längere Jobsuche/Bewerbungsphase, Neuorientierung, Krankheit, Burnout etc. Alles Dinge, mit denen man bei automatisierten Matching-Systemen (ATS) in Sekundenschnelle "durchfällt" oder Erklärungsnöte spätestens im Vorstellungsgespräch den Job kosten.


Problem Nr. 3: Einseitige Lebensläufe und zu wenige relevante Informationen (Key Words, Key Skills).

Bewerber, die geeignet wären, sich jedoch mit einem Lebenslauf im "Telegramm-Stil" bewerben, versäumen das Relevante bzw. Verbindende hervorzuheben. Selbst mit einem 1-seitigen Lebenslauf bei der Ausbildungssuche und/oder beim Jobeinstieg hat man meist schon verloren. Bewertet (abgesagt) werden ausschließlich harte Fakten an der Oberfläche. Der Mensch "hinter der Bewerbung" mit seiner Persönlichkeit und seinem einzigartigen, entwicklungsfähigen Potenzial, inklusive möglicher Eignung im konkreten Fall, bleibt unsichtbar.

Noch problematischer ist jedoch, dass den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, welche Wirkung ihr Lebenslauf bzw. Lebenslauf-Daten auf Außenstehende haben (oder eben nicht;). Darüber hinaus fehlen uns die Worte, wenn es darum geht, zu zeigen, wer man ist und was man kann.

Zu den Möglichkeiten, die man mit dem Lebenslauf hat, das richtige Bild von sich abzugeben im Sinne einer positiven, jobspezifisch adäquaten Selbstbeschreibung zählen u.a.:

  • übersichtliche Kompetenzprofile, in denen ausbildungs-/stellenspezifische Key Skills berücksichtigt sind,
  • konkrete Tätigkeitsschwerpunkte und nicht-austauschbare Aufgabenbeschreibungen,
  • interessante und relevante Kenntnisse, Tools, Methoden (IT, Fremdsprachen, sonstige),
  • Stärken, sog. Soft Skills/weiche Eigenschaften, die sich an den im Stellenangebot genannten Aufgaben & Soft Skills orientieren und treffend formuliert sind (bitte nicht 1:1 übernehmen!),
  • Fortbildungen (auch solche, die relevant sind, aber nicht belegt werden können), Freizeitinteressen/Hobbys (womit auch die Persönlichkeit und der "Horizont" einer Person vermittelt werden kann) sowie
  • je nach Qualifikation: Erfolgsbeispiele, Projektbeschreibungen, Arbeitsproben etc. oder
  • evtl. bei sog. global Playern und höchst attraktiven Arbeitgebern eine sog. Dritte Seite (Mehr über mich; meine Motivation, meine Ziele o.Ä.)


Problem Nr. 4: Jobrelevante Kenntnisse sind nicht selbstverständlich.

Die Regel lautet: Was nicht geschrieben steht und somit nicht (aus-)gelesen werden kann, ist nicht vorhanden! Das heißt, mit dem Gedanken, dass bestimmte jobspezifischen Kenntnisse "selbstverständlich" seien, beförderst du dich direkt ins AUS. Sei dir bewusst, dass niemand in deinen Kopf schauen kann. Deshalb gilt: Dein Lebenslauf spiegelt den Aufbau deiner Kompetenzen wider (Hard & Soft Skills) und nur der Gesamteindruck deiner Erfahrungen & Kenntnisse führt zur richtigen Einschätzung deiner Person & Qualifikation (Eignung).


Problem Nr. 5: Identifikation mit dem eigenen Werdegang (Werden)

Viele Menschen hadern mit ihrem Lebens(ver)lauf, hat sich doch vieles irgendwie ergeben bzw. sich gefühlt der bewussten Kontrolle entzogen. Und meist finden sich darunter auch sog. wunde Punkte. Selbst nach vielen Berufsjahren beobachte ich häufig, dass Menschen noch an Vorkommnissen in der Vergangenheit "zu knabbern haben" (ungelöste Konflikte, unschöne Kündigungen/Trennungen, Mobbing- und/oder Burnout-Erfahrungen etc.). Das Resultat sind negative Prägungen, die sich wiederum als fortwährende Stolpersteine erweisen - sowohl im nächsten Job als auch schon in Vorstellungsgesprächen.


FAZIT: Es ist leider keine Seltenheit, sondern eher Alltag vieler Menschen, dass recht wenig Bezug zum eigenen Wesenskern zu einer Überbewertung und/oder falschen Einschätzung/Wahrnehmung der Vorkommnisse im Außen führen. Abhilfe schafft hier, das ureigenste Interesse an der Ent-Wicklung der eigenen Talente & Stärken sowie die Reflexion und Aufarbeitung prägender Erfahrungen mithilfe neutraler, professioneller Gesprächspartner.

Wer aufhört, Erfahrungen nur aneinanderzureihen bzw. zu sammeln, sondern aktiv WESENtliche Kenntnisse daraus zieht, ist auf dem besten Weg vom Werdegang zum WERTEgang:)