
Aussagekräftiger Lebenslauf – Fundament deiner beruflichen Zukunft
Niemand hat den perfekt zur Stelle passenden Lebenslauf. Pech gehabt, sind doch bei größeren Unternehmen "digitale Türsteher" (Bewerbermanagementsysteme) im Einsatz, die nach vorgegebenen Idealkandidaten-Keywords aussortieren. 1-seitige Lebenslauf-Layouts mit spärlicher Information und/oder runtergeschriebene Zahlen, Daten, Fakten bedeuten im Bruchteil einer Sekunde das AUS. Ohne Übertreibung lässt sich also sagen, dass deine Zukunft von einem gut ausgearbeiteten, individuell aussagekräftigen Lebenslauf abhängt, der matcht.
Stellenrecherche, -analyse & Anschreiben (Motivationsschreiben) – Brücke zum Ziel
Es geht weder um die perfekte Einleitung noch um perfekte Formulierungen. Punkte sammelst du durch die vorweggenommene gedankliche Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Stellenprofil und der richtigen Interpretation von Hard/Soft Skills, Muss/Kann-Kriterien, möglichen Defiziten etc. – Somit ist die individuell abgestimmte Stellenrecherche und -analyse das zweite Erfolgsgeheimnis, das du kennen solltest, und der Stoff, aus dem dein Anschreiben ist.
Individuelle Aussage herstellen – Das WESENtliche
Die Aussage darüber, was dich einzigartig und damit unverwechselbar macht, kann und sollte niemand anders treffen als du selbst. Du stehst in der Verantwortung, das richtige Bild von dir abzugeben. Die 3 Kernfragen hinter dem Bewerben: Wer bin ich, was kann ich, was will ich. – Wer hierzu keine innere Verbindung hat, muss sich unsicher fühlen. Eine weitere Folge: Nicht-wesensgerechte Zufalls-Jobs machen dir das Leben schwer. Finde deine Antworten, bevor du in den nächsten Job gehst!
Deine Stärken, deine Schwächen – Beides oft fehlinterpretiert!
Deine Stärken & Schwächen zu kennen, ist die Grundvoraussetzung für deine berufliche Motivation und Zufriedenheit. Außerdem geben dir Allgemeinplatzhalter wie flexibel, belastbar, teamfähig kein gutes Gefühl, weil du keine innere Verbindung dazu hast. Auch die von dir empfundenen Schwächen sind oft keine „echten“ Schwächen, weil den Umständen geschuldet. Hingegen stehen uns ausgeprägte Stärken nicht selten im Weg und sind damit die wahren Schwächen. Verschaff dir Klarheit!
Das Vorstellungsgespräch – Übungs- und Einstellungssache!
Do you speak Arbeitgeber-Sprache? Wer die "Interessenssprache" potenzieller Arbeitgeber nicht spricht, kann die Prioritäten nicht richtig setzen und Verbindendes nicht gezielt hervorheben. 08/15-Tipps aus dem Netz in Richtung "Sich-Verkaufen" mit hochgestochenen, nicht-authentischen Phrasen helfen da wenig. Im Gegenteil: Wer einseitig Macht zuspricht, begibt sich freiwillig in die schwächere Position. Das Ergebnis: Das ungute Gefühl des Ausgeliefert-Seins & Auf-dem-Prüfstand-stehen statt aktiver Austausch & Verhandeln auf Augenhöhe.
Absagegrund (Recht-)Schreib- und Formfehler – Bullshit!
Fachlich attraktiven Kandidaten wird aufgrund von (Form-)Fehlern nicht abgesagt! Wer eine stark nachgefragte Qualifikation mitbringt, wird Gesprächseinladungen erhalten, Stichwort Fachkräfte-Mangel. Darüber hinaus können auffällig gute Leistungen (Arbeitszeugnisse, Noten etc.) und/oder relativ perfekt zur Stelle passende, aktuelle Erfahrungen (automatisiertes Lebenslauf-Match) ein Selbstläufer sein. Die Bewerbungsqualität ist dann eher sekundär. Deine bewusste Jobentscheidung ist es allerdings nicht!
Chancenoptimiertes Bewerben – Nichts schwerer als das!
Als Bewerbungsprofi sehe ich seit vielen Jahren, dass "Laien" in der heutigen Zeit längst damit überfordert sind/sein müssen, ihre beruflichen Chancen im Bewerbungsprozess optimal zu nutzen. Die innere wie äußere Komplexität einflussnehmender Faktoren übersteigt das Alltagsbewusstsein von Bewerbern bei Weitem. Außerdem fällt es vielen schon schwer, gut über sich selbst zu denken, geschweige denn zu reden. Versucht man dann noch, persönliche Probleme mit dem Jobwechsel/Neustart zu lösen, sind Absagen vorprogrammiert.